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  • Di
    10
    Okt
    2017
    11:00Hoher Markt | Vermählungsbrunnen

    hosted by: IG BiWi

    Frauen* und (wenige) Männer* haben über Jahrhunderte sexuelle Dienste gegen Geld angeboten. Die Formen der Sexarbeit sind vielfältig. Die Gründe dafür ebenso. In jeder Epoche wurde anders (und doch gleich) mit Sexualität und Sexarbeiter*innen umgegangen:

    Von Sexarbeit aus Armut und am Wiener Hof.
    Von Gentrifizierung und dem Kampf gegen den Straßenstrich.
    Von sozialer Kontrolle, Ausgrenzung und brutaler Verfolgung.
    Von weiblichem Selbstbewusstsein und Widerständigkeit.
    Vom Spittelberg und selbstbewussten Bordellbesitzerinnen.

    Zusammen mit Petra Unger schlendern wir durch die Gassen Wiens und begeben uns auf die Spuren der Geschichte der Sexarbeiter*innen und versuchen eine Annäherung aus feministischer Perspektive.

    Der Spaziergang findet bei jedem Wetter statt - angemessene Kleidung erhöht den Kulturgenuss.

    Treffpunkt: Hoher Markt | Vermählungsbrunnen
    Endpunkt: Spittelberg | Gutenberggasse

    Anmeldung: ig.biwi@univie.ac.at

    Flyer zum Ausdrucken und verteilen :)

Was ist KRIT.UNI?

Neu an der Uni und gespannt was dich erwartet? Das Semester steht vor der Tür und damit hektische Tage voller Formalitäten. Sicher kann einem die Uni wie eine Welt für sich vorkommen, mit ihrer eigenen Geschichte und ihren eigenen Regeln.

Über kurz oder lang wird aber klar, dass die Universität auch nicht losgelöst von der Gesellschaft ist. Aktuelle Entwicklungen und Themen, wie die ganz alltägliche Politik wirken genauso auf den universitären Bereich. Während die universitären Kurien mit den Nationalratswahlen um ihr Geld bangen, hast du nun vielleicht mit einem im Zuge von den Bologna-Entwicklungen zusammengestopften Studium zu kämpfen. Der 1997 begonnene Bologna-Prozess vereinheitlichte die universitäre Bildung mit dem Ziel, Europa zum “international wettbewerbsfähigsten, dynamischsten, wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt” zu machen. Ohne Zwang setzten in den folgenden Jahren Europas Nationen jene Leitlinien um, genauso wie sie die Universitäten wirtschaftlichen Unternehmen mit Aufsichtsrat, Ziel- und Leistungsvereinabrungen, etc., angeglichen haben. Zeitgleich wurden dabei demokratische Mitbestimmungsmöglichkeiten gekürzt und teure Disziplinen in Abhängigkeit vom externen Geldern (unter anderem aus der Privatwirtschaft) gesetzt.
Folglich kann nicht verleugnet werden, dass Forschung und Lehre der wirtschaftlichen Verwertbarkeit untergeordnet werden.
Und auch sonst bewegt sich die Universität nicht im luftleeren Raum. Wie im Rest der Gesellschaft finden sich auch auf der Universität verschiedene Formen von reaktionären Ideologien wie Nationalismus, Sexismus, Rassismus, oder Antisemitismus, die hier auch weiter reproduziert werden, was nicht zuletzt Enthüllungen aus Chatgruppen im ÖH-Wahlkampf (-> #AGLeaks) offenbarten. Und verschiedene gesellschaftliche Herrschaftsverhältnisse durchziehen auch universitäre Strukturen, beispielsweise die Diskriminierung von Studierenden, welche nicht aus der EU kommen und deshalb doppelt soviel Studiengebühren zahlen müssen und anderen Restriktionen unterliegen, oder der Umstand, dass noch immer Männer viele Bereiche des akademischen Lebens dominieren, obwohl 63% aller Studierenden Frauen sind.

Mit den kritischen Einführungswochen wollen wir euch die Möglichkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit Universität und Gesellschaft geben. Es erwartet euch ein fächerübergreifendes Alternativprogramm: Aktionen, Workshops, Vorträge und Diskussion, die an der Uni sonst meist zu kurz kommen. Zudem bekommt ihr die Möglichkeit zum Kennenlernen und Austauschen:

Neben verschiedenen linken Gruppen stellen sich auch Basis- und Institutsgruppen vor, bei denen du auch aktiv werden kannst!

Du willst Kontakt mit uns aufnehmen?

Wenn du dich auch an unserem Projekt beteiligen willst oder eine Idee einbringen magst, dann schreib uns an krituni@riseup.net (PGP-Key: A65BE1D2) oder über unser verschlüsseltes Kontaktformular:

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